Ein Beitrag zur Baukultur
Ein barocker Dreiseithof in Feilsdorf
ungenutztes Potential neu beleben

Bauherr: Carlo Sente, Feilsdorf
Die Darstellung des Ortswappen von Feilsdorf nimmt Bezug auf die vier ursprünglichen Stockgüter der kleinen Gemeinde. Aus einem dieser ursprünglichen Gebäude ist ein stolzer, barocker Dreiseithof entstanden. Die Supraporte über dem Oberlichtportal nennt als Baujahr das Jahr 1816 und die Erbauer; Johannes und Katrina Pax.
Die Sanierung der leer stehenden Hofanlage begann mit den Arbeiten am Wohnhaus. Durch den fachkundigen Rückbau jüngerer Veränderungen erlangte das Gebäude wieder sein bauzeitliches Erscheinungsbild. Besonders im Inneren wurden alle jüngeren Oberflächen zurückgebaut. Dadurch konnten viele bauzeitliche Elemente wieder freigelegt und nach Erfordernis restauriert werden. Besonders zu erwähnen sind die Takenanlage mit Ofenstein und Ofennische, sowie ein Ziehbrunnen.
Bei der Sanierung wurde Wert auf stimmige Materialien und Oberflächen gelegt. Nutzflächen wurden mit roten Sandsteinplatten ausgelegt, Wohnräume mit Eichenholz-Böden. Die Wandoberflächen erhielten einen farblich abgestimmten Anstrich aus Mineralfarbe. Die Türgewände, der Ofenstein und die hölzernen Ausbauteile wurden passend farblich abgesetzt. Außen präsentiert sich das Wohnhaus mit neuen, zweiflügeligen Holzsprossenfenstern und dem bauzeitlichen Farbkonzept. Die Dacheindeckung aus Naturschiefer unterstreicht die Bedeutung des Wohnhauses zusätzlich.
Da Leerstand auf Dauer keine Lösung ist, entschied man sich, die Wirtschaftsgebäude in Wohnraum umzubauen. Wichtig war den Bauherren dabei, dass die Wirtschaftsgebäude zum Innenhof ihren typischen Charakter behalten. Die neuen Wohnräume wurden stattdessen mit großzügigen Fensteröffnungen auf der Gebäuderückseite ausgestattet.
Weil der Innenhof zukünftig nicht mehr der Landwirtschaft dienen muss, konnte die befestigte Fläche auf das Notwendige verkleinert werden. Zuerst wurde der Hof vom jüngeren Beton und Teer befreit. Anschließend wurden zwei großzügige Grünflächen angelegt, in welchen jeweils ein Hofbaum gepflanzt wurde. Der entstandene Weg zwischen den Grünflächen führt mittig auf die Haustüre des Wohnhauses zu. Zuletzt wurde die nutzbare Fläche des Innenhofs mit einer wasserdurchlässigen Mineralkörnung versehen. Durch Zugabe eines Bindemittels, ist diese Mineralkörnung eben und befestigt.
Das Anwesen ist heute der Öffentlichkeit in Form von Ferienapartments und Wohnungen zugänglich.
Vorher – Nachher Bilder
Fotografie: Carlo Sente, Feilsdorf














