Neubau:

Büro- und Wohnhaus (2007) - 54646 Bettingen

Büro- und Wohnhaus (2007) - 54646 BettingenBüro- und Wohnhaus (2007) - 54646 BettingenBüro- und Wohnhaus (2007) - 54646 BettingenBüro- und Wohnhaus (2007) - 54646 BettingenBüro- und Wohnhaus (2007) - 54646 Bettingen

Auf dem östlichen Geländesporn des Liesenberg entstand eine als Energiesparhaus KfW 40 konzipierte Gebäudeanlage, die durch ihre L-förmig zugeordneten gestreckten Baukörper einen Bezug zur regionalen bäuerlichen Winkel-Hofanlage bildet. Der Entwurf übernimmt prägende regionale Gestaltungselemente wie das geneigte Steildach mit wenig Dachüberstand und geringen Giebelbreiten. Die seitlichen Dachaufkantungen ragen in Anlehnung an Treppengiebel über die eigentliche Dachhaut hinaus und bilden einen Rahmen für die aufgelegte 19-kWp-Photovoltaik-Anlage, deren gestalterisch anspruchsvolle Integration in das tonziegelgedeckte Dach mit Lichtbändern aus semitransparenten Dünnschicht-PV-Modulen dem Architekten wichtig war.

Die technisch wirkenden modernen Alu-Verschattungselemente vor den sonnen-orientierten Fensteranlagen und Holzverkleidungen stehen im Kontrast zu den klassisch hell verputzten Wandflächen. Das Innere des Gebäudes besticht durch Offenheit und luftige Transparenz und die Beschränkung auf wenige Farben und Materialien wie Lehmputz an den Wänden, Sichtbeton-, Wand- und -Deckenelemente sowie den an alte Tennenlehmböden erinnernden fugenlosen Fußboden aus eingefärbtem Fließzement. Das Haus hat einen elektrischen Energiebedarf von ca. 18.000 kWh für Stromverbrauch und bei geothermischer Beheizung. Bilanziell wird der Energiebedarf mit der PV-Anlage abgedeckt.

Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Pollenfilter sowie die Nutzung des Regenwassers zur Grundstücksbewässerung, für Toilettenspülung und Waschmaschine ergänzen die technische Ausstattung des Gebäudes ökologisch sinnvoll. Das überschüssige Regenwasser versickert über eine zentrale Mulde. Bei der Außenanlagengestaltung mit Naturbadeteich und Bauerngarten wurden Gabionen aus örtlich vorhandenem Kalkbruchstein sowie Buchsbaum- und Hainbuchen-Hecken zur Geländegliederung und Begrenzung verwendet, die auf die Gebäudegeometrie Bezug nehmen. Der Bauerngarten und anschließende neu angelegte Magerwiesenbereiche mit Staudenrändern entlang vorhandener Heckenstrukturen bieten vielen Kleinlebewesen günstige, natürliche Lebensbedingungen.

Architekt:
Helmut Fink, Bettingen
AF-Plan Fink + Partner, www.afplan.de

Bauherr:
Gertrud Fink, Bettingen

Die Veröffentlichung in den Kreis-Nachrichten des Eifelkreises Bitburg-Prüm:

pdfWohn- und Bürohaus Fink - Helmut Fink, Bettingen.pdf296.54 KB

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok