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Erweiterung Möbelhaus Hubor & Hubor (2012) - 54675 Mettendorf

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In Mettendorf wurde das Gasthaus Merlands saniert und zur neuen Nutzung für ein Möbelhaus erweitert. Wie viele alte Häuser, blickt das Anwesen auf eine bewegte Geschichte zurück: Erbaut wurde es ursprünglich von Theodor Merland (in Mettendorf bekannt als Merlands Deetz), der nach seiner Hochzeit etwa Mitte der 1880er Jahre hier eine Gastwirtschaft mit angeschlossener Metzgerei errichtete.

Nach den beiden Weltkriegen war das Merlands jeweils das Lager der Franzosen als örtlicher Besatzungsmacht. In den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts war es der Treffpunkt von Mettendorf. Aber es war noch mehr. Hier wurde das Arbeitslosengeld (Stempelgeld) ausbezahlt, vor der Tür erhielten die Traktoren den TÜV und der Zoll kontrollierte hier den Alkoholgehalt des im Ort gebrannten Schnapses. Im Saal wurde Theater gespielt und getanzt, in den 70er Jahren auch geturnt. Die katholische Pfarrei führte diverse Veranstaltung zur Finanzierung der Pfarrkirche durch. In den späten 70er Jahren zog sogar vorübergehend ein Supermarkt ein. Im folgte in den 80er Jahre zeitweise die Filiale der Kreissparkasse. Über zwei Generationen blieb das Haus, das zuletzt mehrere Jahre leer stand, so im Besitz der Familie. Nach dem Tod des Enkels Peter und seiner Frau wurde es 1998 von Willi und Walter Hubor gekauft und zu einem weiteren Baustein des Möbelhauses Hubor & Hubor umgewandelt. Die neuen Eigentümer sind sehr stark mit Geschichte und Kultur ihres Heimat- und Geburtsortes Mettendorf verwurzelt, so Architekt Otmar Adames. Insofern bedurfte es keiner Überzeugungsarbeit durch ihn, das Haus zu erhalten und weiterzubauen. Das neue Zweckgebäude wurde so zurückhaltend und unaufdringlich - dem Kennzeichen der Eifeler Architektur - frei von Effekten in das Ortsbild errichtet, dass es nicht als Fremdkörper sondern als fast selbstverständlicher Teil eines Ganzen wahrgenommen wird. Die Nachbarschaft, da ist sich Architekt Adames sicher, hat alles mit großem Interesse und sicher auch mit einer Portion Stolz verfolgt. Was wohl auch damit zusammen hängt, dass das Unternehmen Hubor & Hubor sich zu einem für den Ort Mettendorf wichtigen Wirtschafts- und Werbefaktor entwickelt hat.

Architekt:
Otmar Adames, Junglinster (Luxemburg)

Landschaftsarchitekten:
BGHplan, Trier

Bauherrin:
Möbelhaus Hubor & Hubor GmbH, Mettendorf

Beim Baukulturpreis Eifel 2013 erhielt das Projekt in der Kategorie "Gewerbebauten" eine Auszeichnung.
Jurybewertung:
In Mettendorf wurde das Gasthaus Merlands saniert und zur neuen Nutzung für ein Möbelhaus erweitert. Wie viele alte Häuser, blickt das Anwesen auf eine bewegte Geschichte als Gastwirtschaft und Metzgerei, Verwaltung, Tanzlokal und Traktoren-TÜV zurück. Ende der 90er Jahre erwarben die heutigen Besitzer das Anwesen und wandelten es Schritt für Schritt in einem positiven „Weiterbauen“ zu ihrem Unternehmensstandort um. Sie bewegten sich dabei im Rahmen der vorhandenen Dorfstrukturen, gaben dem Ort aber mit ihrem Engagement zeitgemäße Impulse. Trotz der großflächigen Öffnungen und der farblichen Dominanz der „Redbox“ im hinteren Grundstücksteil wertete die Jury den Erhalt der innerörtlichen Bausubstanz, ihre Weiterentwicklung und die Integration neuer Nutzungen in das alte Ensemble als positives Beispiel für den neuen Wirtschafts- und Werbefaktor in Mettendorf.

Die Veröffentlichung in den Kreis-Nachrichten des Eifelkreises Bitburg-Prüm:

pdfMettendorf Möbelhaus Hubor Hubor Mettendorf_Otmar Adames_Junglinster280.33 KB

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